St.-Jodok Kirche in Tännesberg

 

 
Innenansicht St.-Jodok Kirche
   
Geschichte        

Am Eingang des Tännesberger Waldes auf der linken Seite befindet sich die Wallfahrtskirche Sankt Jodok. Schon seit ihrem Bau im Jahre 1019 pilgerten Bauern aus der Umgebung zum hl. Jodok. Sie suchten Hilfe gegen Krankheiten und Seuchen. Nachdem die Kirche im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) zerstört worden war, konnte sie 1689 in der heutigen Form geweiht werden. Die Flache Decke ist kassettenartig mit Holz gearbeitet. Vergoldete Rosetten verzieren sie. Barocke Altäre befinden sich im Innenraum der Kirche. Auf dem Hochaltarbild ist das Einsiedlerleben des hl. Jodok dargestellt.

Der rechte Seitenaltar schildert die Taufe Jesu im Jordan. Davor ist ein Brustbild des Pferdepatrons und Nothelfers St. Quirin von Neuß angebracht. Im Altarbild des linken Seitenaltars sieht man den hl. Sebastian von Pfeilen durchbohrt, über dem sich der Himmel öffnet und Christus und Maria, die Königin der Märtyrer, den Sterbenden begleiten. Der hl. Rochus wird durch Engel von seiner Pestbeule geheilt.

Zwischen den beiden Pestheiligen erkennt man im Hintergrund eine seltene Ansicht von Tännesberg aus dem Jahre 1680.Das "Wiener Pestkreuz" aus dem Jahre 1690 zeigt wie bekannt der Wallfahrtsort Tännesberg im Mittelalter war. Als in diesem Jahr die Pest in Wien ausbrach, machten sich Pilger auf den Weg, um Hilfe zu erbitten. Kaum angekommen, erhielten sie die Nachricht, dass die Pest aufgehört habe. Aus Dankbarkeit ließen die Pilger dieses Prozessionskreuz zurück. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts drohte die Kirche langsam zu zerfallen. Durch großzügige Spenden und viele Hand- und Spanndienste gelang es, das Gotteshaus zu renovieren. Am Kirchweihfest. 1976 wurde Sankt Jodok wieder eingeweiht.

  Hochaltar in St.-Jodok
         
 
St.-Jodok Kirche
   
(Quelle, Bilder: Wikipedia)    
 
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